Vorbereitung und Schmieden
900–1150 °C
Die Form entsteht aus der Masse, nicht aus dem Schliff.
Der bis zur hellen Röte erhitzte Stab kommt unter den Hammer. Der Schmied zieht zuerst die Länge aus, dann legt er die Verjüngung an — die Klinge muss an der Parierstange breiter und an der Spitze schmaler sein, und dieser Unterschied soll durch Verschieben des Materials entstehen, nicht durch Abschleifen des Überschusses.
Die Hohlkehle wird mit einem eigenen Werkzeug eingeschmiedet oder später gefräst. In beiden Fällen ist das Ziel dasselbe: Material aus der Mitte des Querschnitts nehmen, wo es zur Steifigkeit wenig beiträgt.
Ein aus Flachstahl geschliffenes Schwert, ohne Schmieden, ist ebenso vollwertig — bei heutigem Walzstahl entscheidet die Wärmebehandlung über das Ergebnis, nicht die Frage, ob die Form unter dem Hammer entstand. Der Streit um den Vorrang des Schmiedens ist älter als beide Verfahren.
