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Waffenkammer

Falchions und Messer

Die einschneidigen Waffen des Mittelalters: Falchion, Langes Messer und Kord. Eine zur Spitze breiter werdende Klinge schneidet mit Masse statt mit Tempo.

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Typische Maße

Einschneidige Hiebklingen. Falchion und Messer sind mittelalterliche Hauklingen; der Säbel war die Waffe der polnischen Husaren und des Adels, geführt mit fließenden Hieben aus Handgelenk und Ellbogen.

Typische Länge
80–100 cm
Typische Masse
0,9–1,4 kg
Balance (POB)
11–20 cm
Typologie
Säbel, Falchions, Messer
Epoche
14.–17. Jh. · vom Falchion bis zu den Husaren
Klingenquerschnitt
Einschneidig, oft mit Rückenschneide an der Spitze

Ein Schwert, das wie ein Hackmesser schneidet

Der Falchion ist eine einschneidige, oft zur Spitze breiter werdende Klinge an einem Schwertgefäß. Man kennt ihn vom 13. bis ins 16. Jahrhundert – von hackmesserartigen Stücken wie dem englischen Conyers-Falchion bis zu schlanken, leicht gekrümmten. Der Schwerpunkt liegt weit von der Hand entfernt, was dem Hieb enorme Wucht gibt.

Das Messer hat Griffschalen, die auf eine flache Angel genietet sind, und den typischen Nagel, der aus der Parierstange ragt und die Hand schützt. Johannes Lecküchner widmete ihm 1482 ein ganzes Fechtbuch.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Falchion und Säbel?
Der Falchion ist eine europäische Waffe des 13.–16. Jahrhunderts mit gerader oder leicht gekrümmter, zur Spitze breiter werdender Klinge. Der Säbel hat eine deutlich gekrümmte, zur Spitze schmaler werdende Klinge und östliche Wurzeln; in Polen verbreitete er sich im 15.–16. Jahrhundert.
Wie schwer ist ein Falchion?
Meist 0,9–1,4 kg bei 80–100 cm Länge. Er wirkt schwerer, als er ist, weil die Masse vorn in der Klinge sitzt.