Templer-Langschwert „Baldwin“
Anderthalbhänder, scharfe 9260-Klinge, Scheide inklusive
Waffenkammer
Das Langschwert, auch Anderthalbhänder oder Bastardschwert: ein Griff lang genug für die zweite Hand, eine Klinge von 85–100 cm. Das Schwert, das das 15. Jahrhundert prägte.
Anderthalbhänder, scharfe 9260-Klinge, Scheide inklusive
Anderthalbhänder, scharfe 1060-Klinge, Scheide inklusive
Anderthalbhänder, scharfe 1065-Klinge, Scheide inklusive
Anderthalbhänder aus 5160-Federstahl, Scheide inklusive
Anderthalbhänder im deutschen Stil, 5160-Stahl, Scheide inklusive
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Das vielseitige Ritterschwert der Fechtbücher von Liechtenauer und Fiore dei Liberi: fließende Hiebe und steife Stiche, die Lücken in der Rüstung suchen.
Alle drei Namen beschreiben dieselbe Familie. „Langes Schwert“ ist der Begriff der deutschen Fechtbücher. Das Bastardschwert – épée bâtarde im Französischen des 15. Jahrhunderts – war „unehelich“: weder Einhänder noch Zweihänder. Anderthalbhänder sagt dasselbe in der Sprache des Griffs: Eine Hand führt, die zweite gibt Kraft.
Manche Historiker reservieren „Bastardschwert“ für Schwerter mit kürzerem Griff, die noch gut einhändig liegen, und nennen Langschwerter jene, die vor allem beidhändig geführt werden. Wir führen sie zusammen, weil die Grenze fließend ist und sich im Handel ohnehin niemand daran hält.
Das Langschwert entwickelte sich im 14. und 15. Jahrhundert zusammen mit dem Plattenharnisch. Ein Ritter in voller Rüstung brauchte keinen Schild, die zweite Hand war frei. Die Klingen wurden steifer und spitz zulaufend – Oakeshotts Typen XV und XVIII –, denn die Rüstung musste mit einem Stich in eine Lücke überwunden werden. Im Harnischfechten griff die zweite Hand sogar die Klinge: das Halbschwert.
Aus dieser Zeit stammen die Lehren Johannes Liechtenauers und Fiore dei Liberis, auf denen das heutige historische Fechten (HEMA) aufbaut. Das Langschwert ist dort eine Universalwaffe: Es haut, sticht, bindet und entwaffnet.
Ein typisches Langschwert ist 115–130 cm lang und wiegt 1,3–1,8 kg, der Balancepunkt liegt 7–12 cm vor der Parierstange – je näher, desto schneller wechselt das Schwert die Linie. Originale dieser Länge wogen meist 1,4–1,6 kg; bei einer schwereren Replik lohnt es sich, das im Kopf zu behalten.
Eine scharfe Klinge ist für die Sammlung und den Schnitttest. Fürs Sparring braucht man ein Trainingsschwert, also ein Federschwert: stumpf, flexibel, mit abgerundeter Spitze.
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